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Biographie

Ali Can ist der älteste Sohn einer immigrierten Familie aus der Türkei. Er ist am 31.10.1993 in Pazarcik, das zur Provinz Kahramanmaras gehört, geboren und konnte seine ersten beiden Jahre in der Türkei verbringen. Seine Eltern beschlossen jedoch 1995 aufgrund von mehreren Beweggründen, u.a. wegen politischer Destabilität und Benachteiligung für kurdische Aleviten und wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit ohne Bildungschancen, nach Deutschland auszuwandern.

Die junge Familie Can bekam in Warendorf, nähe Münster, Asyl anerkannt, wo Ali aufwuchs. 2008 zog die Familie, mittlerweile mit einem unbefristeten Aufenthaltstitel nach Pohlheim, das bei der Universitätsstadt Gießen liegt. Dort fing er an, seiner Leidenschaft, Theater zu spielen, Raum zu geben. Darüberhinaus verband er diese mit seinem Sozial Engagement bei UNICEF Deutschland und tourte durch Gießener Schulklassen mit eigenen Ein-Mann-Stücken, um Kinderrechte zu vermitteln und dazu ein Bewusstsein für das verhältnismäßig gute Leben in Deutschland zu schaffen. Nachdem er mit einem Freund gemeinsam zu Beginn seines Lehramtsstudiums die Hochschulgruppe UNICEF gegründet hatte, schloss er sich weiteren Initiativen an und trat z.B. der Gießener Universal Peace Federation e.V. bei, bei der er 2015 zum Friedensbotschafter ernannt wurde. Darüberhinaus folgten weitere Engagements, u.a. als Jugendbotschafter bei der Kampagnenorganisation ONE und mit Freizeitaktivitäten für Geflüchtete in Gießen.

Im Herbst 2015 begann Ali, Seminare über Interkulturelle Kompetenzen in der Nordstadt in Gießen zu geben. Mittlerweile bietet er bundesweit Workshops für den Umgang mit kultureller Vielfalt und Seminare für die Sensibilisierung von Menschen, die mit Migranten konfrontiert sind oder zunächst Ängste oder Sorgen vor ihnen haben. Mit seinem Label Interkulturell Leben sucht er eine Plattform für eine bessere Verständigung zwischen verschiedenen Menschen. Dabei geht es um den souveränen Umgang mit fremdkulturellen Menschen und größer gedacht, um ein friedliebendes gesellschaftliches Zusammenleben verschiedenster Menschen ungeachtet ihres Hintergrunds.

Das Label Interkulturell Leben wird getragen von dem Gedanken, dass Deutschland das Potential für ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen, Nationalitäten und Interessen jeglicher Art hat. Diese Überzeugung fußt vor allem auf der eigenen Erfahrung von Ali Can, der von Freunden humorvoll gerne der Mustermigrant oder Alifred genannt wird. Dabei geht es nicht um Assimilation, sondern um eine Haltung, mit der fremdkulturelle Menschen wertgeschätzt werden können.

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